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DRESDNER HONORARPROFESSOREN DR. WALTER KROMM UND DR. DETLEF KRUG – VORGESTELLT UND NACHGEFRAGT

19. Oktober 2020

DRESDNER HONORARPROFESSOREN DR. WALTER KROMM UND DR. DETLEF KRUG – VOGRESTELLT UND NACHGEFRAGT 

Heute wurden zwei weitere langjährige Honorardozenten, Dr. med. Walter Kromm  und Dr.-Ing. Detlef Krug mit dem Professortitel „Honorarprofessor“ der Berufsakademie Sachsen geehrt. Die beiden nebenberuflichen Dozierenden wurde der Titel durch den Präsidenten der Berufsakademie Sachsen, Prof. Dr. habil. Hänsel für ihre langjährigen Leistungen in der Lehre an der der Berufsakademie Sachsen in Dresden verliehen.

Wir gratulieren Prof. Dr. Kromm und Prof. Dr. Krug herzlich!

Wir stellen die beiden Professoren vor und haben nachgefragt, was die beiden Wissenschaftler an ihrer Tätigkeit begeistert:

 

Prof. Dr. med. Walter Kromm, Master of Public Health...

...ist sowohl betriebswirtschaftlich als auch philosophisch ausgebildeter Mediziner und als Arzt, Lehrbauftragter verschiedener Bildungsinstitutionen und Berater von Unternehmen tätig. Seit 2016 lehrt er im Studiengang Betriebswirtschaft-Industrie und Betriebswirtschaft-Handel an der Berufsakademie am Standort Dresden in den Fachgebieten Führungs- und Mitarbeiterkompetenz, Unternehmensführung und Wirtschaftsethik.Professor Kromms Forschungsinteresse und entsprechende wissenschaftliche Publikationen, Fachbücher sowie Vorträge beschäftigen sich mit den Fragen, welche Ressourcen und Potenziale Menschen brauchen, um kreativ, innovativ und gesundheitsförderlich miteinander arbeiten zu können.Am „Zentrum Innere Führung“ in Koblenz forschte er über die Auswirkungen von Führungsverhalten auf die Gesundheit. Am Mannheimer Institut für Public Health beschäftigte er sich mit der Entwicklung und Implementierung innovativer Strategien zur Erhaltung der Gesundheit in Unternehmen.  Aus seinen Projekten mit Unternehmen zum „Betrieblichen Miteinander-Management“ resultieren nachhaltige Veränderungen zum Vorteil der im Un­ternehmen agierenden Menschen. Dabei geht es im Wesentlichen darum, wie der Wandel zum gesunden und zukunftsorientierten Unternehmen glaubwürdig und mit hoher Praxisrelevanz in Gang kommen kann. Professor Dr. Kromm ist Mitglied im Expertengremium „GESUNDES Unternehmen“ der IHK Wiesbaden. Darüber hinaus ist er Mitinhaber einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis.

Sie sind als Lehrbeauftragter verschiedener Bildungseinrichtungen tätig. Was motiviert Sie, Studierende zu unterrichten? Und was speziell begeistert Sie an der Berufsakademie in einem dualen Studiengang zu lehren?

Meine Hauptmotivation ist die Resonanz der Studierenden auf die Thematik. Dual Studierende mit ihren täglichen Erfahrungen in den Unternehmen bereichern auch mich, wenn sie in den Seminaren eigenständig kreative und emotionale Lösungen erarbeiten, z.B. zu der Frage, unter welchen Bedingungen ein produktives und gesundes Arbeitsumfeld entstehen kann.

Können Sie uns von einem Beispiel aus Ihrer Lehrpraxis berichten, in dem sich die Verzahnung von Theorie und Praxis im dualen Studium besonders auszahlt (z.B. eine Projektarbeit mit den Studierenden, Betreuung einer wiss. Abschlussarbeit o. Ä.)?

Für mich hat sich die Arbeit mit den dual Studierenden insofern ausgezahlt, als sich dabei immer mehr herauskristallisiert, unter welchen Bedingungen Menschen den Wunsch haben, die Entfaltung ihrer Begabungen mit ihrer Arbeit zu verbinden. So entstand beispielsweise zu dieser Thematik ein Buch, resultierend aus den Überlegungen und dem Wissen der Studenten.

Was erwarten Sie von den Studierenden? Und was können die Studierenden von Ihnen erwarten?

Die Studierenden können von mir erwarten, dass meine Erfahrungen ihnen nützlich und hilfreich sind. Nützlich in Bezug auf die Fähigkeit, sich selbst und andere zu führen. Es geht darum, die Problemlösungskompetenz der Studierenden zu fördern.

Von den Studierenden wünsche ich mir, dass sie weiterhin offen sind für neue Perspektiven und aktiv und engagiert ihre Erfahrungen mit einbringen.

Ziel der gemeinsamen Veranstaltungen ist es, miteinander die Gitterstäbe nicht hinterfragter Denkmuster besser zu überwinden, um ein breiteres Entscheidungs- und Handlungs­repertoire zu gewinnen.

Aus Sicht eines Honorarprofessors, was wünschen Sie sich für die Berufsakademie Sachsen?

Ich wünsche mir, dass die Berufsakademie in einer sich immer schneller verändernden Welt, weiterhin offen und mutig bleibt, die Studierenden glaubwürdig und mit hoher Alltagsrelevanz auf ihre Zukunft vorzubereiten.

 

Prof. Dr. rer. nat. Detlef Krug...

... hat nach einer Ausbildung zum Möbeltischler an der Technischen Universität Verarbeitungs- und Verfahrenstechnik in Vertiefungsrichtung Holz- und Faserwerkstofftechnik studiert, war anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH (IHD) tätig und organisiert inhaltlich das seit 15 Jahren in zweijährigem Rhythmus stattfindende IHD-Holzwerkstoffkolloquium.  Seit 2004 leitet Professor Krug das Ressort „Werkstoffe“ im Institut sowie stellvertretend die Überwachungsstelle für Bauprodukte im Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie GmbH (EPH). 2010 promovierte er an der Universität Hamburg bei Prof. Arno Frühwald zum Thema „Einfluss der Faserstoff-Aufschlussbedingungen und des Bindemittels auf die Eigenschaften von MDF für eine Verwendung im Feucht- und Außenbereich“. Professor Krugs Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen MDF, Dämmstoffe, Spanplatten, OSB, Massivholzplatten, Klebstoffe, Rohstoffalternativen sowie der Akquisition und Bearbeitung von FuE-Aufträgen für die Holzwerk- und Klebstoffindustrie. Zudem überwacht er Bauprodukte nach Landesbauordnung oder mit CE-Kennzeichnung und arbeitet als Berater und Gutachter in diversen Normausschüssen mit (u.a. NA042-02-15 AA (Spiegelausschuss zu CEN/TC 112 „Holzwerkstoffe“), CEN/TC112/WG8 OSB, CEN/TC112/WG9 Solid Wood Panels, CEN/TC112/WG11 Particle Boards and Fibreboards). Seit fünf Jahren lehrt Professor Krug an der Staatlichen Studienakademie Dresden als nebenberuflicher Professor im Studiengang Holz- und Holzwerkstofftechnik.

Neben Ihrer Tätigkeit als Ressortleiter bei der IHD gGmbH sind Sie seit 2015 als Honorarprofessor an der Berufsakademie Sachsen tätig. Was motiviert Sie, dual Studierende zu lehren?

Da ich selber eine „duale Ausbildung“ genießen konnte (Berufsausbildung mit Abitur), motiviert mich an dem dualen Studium der BA die Kombinationsmöglichkeit von Theorie und Praxis. Als Tischler konnte ich die Vorzüge von Holz und Holzwerkstoffen praktisch erleben und versuche nun, den Studierenden neben der eigentlichen Vorlesung mit fachlichen Inhalten die Einzigartigkeit dieses wunderbaren Werkstoffes durch ein intensives Praktikum zur Holzwerkstoffherstellung näher zu bringen.

Können Sie uns ein Beispiel aus Ihrer Lehrpraxis berichten, in denen sich die Verzahnung von Theorie und Praxis im dualen Studium besonders auszahlte (z.B. eine Projektarbeit mit den Studierenden, Betreuung einer wiss. Abschlussarbeit o.Ä.)?

Insbesondere bei der Betreuung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten von BA-Studierenden (früher Diplom- , heute Bachelorarbeiten) erwies sich die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis als überaus vorteilhaft. Oftmals erfolgen die Abschlussarbeiten als herausgelöste Aufgabenstellungen im Rahmen laufender Forschungsprojekte. Dabei gelang es zum Beispiel Jana Schneider, pflanzliche Proteine als anteilige Komponenten in Phenolharzklebstoffen für Holzspanwerkstoffe mit erhöhter Feuchtebeständigkeit der Verklebung einzusetzen und dadurch fossile durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Oder Marco Mäbert, der dreischichtige Holzfaserplatten (MDF) unter Verwendung von Pulverlackabfällen als Bindemittel in der Deckschicht herstellte und damit einen deponiepflichtigen Abfall einer stofflichen Verwertung zuführte.

Was erwarten Sie von den Studierenden? Und was können die Studierenden von Ihnen erwarten?

Ich erwarte von Studierenden Interesse, Neugier, Bereitschaft, Disziplin... Ich freue mich über Fragen und Hinweise, da ich auch selbst gern weiterlerne, reflektiere und analysiere. Studierende können von mir Engagement, Einsatz und natürlich auch Liebe zum Werkstoff Holz erwarten.

Aus Sicht eines Honorarprofessors, was wünschen Sie sich für die Berufsakademie Sachsen?

Ich wünsche der BA Sachsen, dass sich auch zukünftig genügend Studieninteressierte finden, die die Vorzüge eines dualen Studiums schätzen lernen und an der BA studieren wollen. Weiterhin wünsche ich, dass wir baldmöglichst wieder zu Präsenzveranstaltungen zurückkehren können, da ein Online-Studium zwar möglich, m.E. aber kein adäquater Ersatz ist.

 

Wir danken für das Gespräch und wünschen den beiden Professoren weiterhin alles Gute, Freude und Erfolg!

(v.l.n.r.) Prof. Dr. Walter Kromm / Prof. Dr. Detlef Krug
(v.l.n.r.) Prof. Dr. Walter Kromm / Prof. Dr. Detlef Krug
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