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Das Beste daraus machen

Dieser Studiengang ist garantiert kein Holzweg, sondern bringt für eine Vielzahl der Absolvent_innen direkt im Anschluss ans Studium eine Führungsaufgabe. Ob im Bereich Konstruktion, Vertrieb, Produktionsplanung und -steuerung, als Projektleiter_in im Holzbau oder in der technischen Beratung – Absolvent_innen haben die Qual der Wahl.

Das Bessere ist der Feind des Guten. Forschendes Lernen in der Centrum Galerie Dresden

16. Oktober 2019

(tg)»Einstürzende Neubauten«, so könnte man den Auftakt der Abschlusspräsentation im Wahlpflichtmodul Marketing unserer 5. Semester am 23.10.2019 beschreiben. Was zunächst als bloßes Ärgernis erschien, stellt sich rückblickend eher als »schöpferische Zerstörung« dar (Schumpeters Name sei hier einmal kurz erwähnt). Was ist passiert? Morgens, ca. 08.00 Uhr, eilige Vorbereitung eines überschaubaren, morbid anmutenden, aber irgendwie coolen „Conference Room“ im The Student Hotel in Dresden. Präsentationstechnik wurde in den Raum getragen, wo sie dann prompt von der Wand gefallen und kaputtgegangen ist. Eilige Improvisationsmaßnahmen, kritisch begleitet vom Zuverlässigkeit gewohnten und einfordernden Seminarleiter, Prof. Dr. C. Nicolaus.

Leicht verzögerter Veranstaltungsbeginn: Etwa 30 Studierende der Studienrichtungen Betriebswirtschaft-Handel und -Industrie haben sich unter erfahrener Begleitung von Professor Nicolaus über Wochen hinweg mit realen Problemen der Handelspraxis auseinandergesetzt und stellen nun ihre empirischen Befunde und deren Interpretation vor. Handelspraxis, das ist in diesem Falle die Centrum Galerie Dresden, deren Manager Jürgen Wolf relevante Fragen vorgeschlagen und sich nun Zeit für die Präsentationen genommen hat; dessen kritischem Urteil sich die Studierenden jetzt stellen müssen. Vorgestellt und diskutiert werden Fragen der Kommunikation zwischen dem Centrum und dessen Mietern, der Kundenzufriedenheit, der Galerie-Reichweite, der Besuchs- und Shoppingzeiten oder der Shoppingbereiche sowie des Indoor-Gaming. Jedes der Themen bot reichlich Anlass zur Diskussion, in der neben Wohnzimmereffekten auch Parkmöglichkeiten, Food-Courts, Low- und High-Involvement, Points of Experience, Leonopterix usw. usw. thematisiert wurden. Obwohl die Aussicht aus dem „Conference Room“ über Dresden überwältigend ist, war die Aufmerksamkeit des Auditoriums über Stunden hinweg nicht von dieser, sondern von den Vortragsinhalten und deren Diskussion gefesselt.

Nach Anlaufschwierigkeiten im Jahr 2009 geht es der Centrum Galerie Dresden heute als fester Größe in der Stadt gut. Jedoch: „Nichts ist gefährlicher als der Erfolg. Er verführt … dazu, sich mit dem Ist-Zustand zufrieden zu geben. … Wer sich für erfolgreich hält, ist wie ein Infizierter in der Inkubationszeit. … [Denn die] ‚Paradoxie des Erfolgs ist, dass das, was dich zum Erfolg gebracht hat, dich nicht erfolgreich bleiben lassen wird.‘“ (zitiert aus Förster, A./Kreuz, P. 2008, S. 18 und 24) Insofern ist das Bessere immer der Feind des Guten, das von Zeit zu Zeit, gleichsam im Streben sich auf dem gleitendem Boden des Wettbewerbs aufrechtzuerhalten, der »schöpferischen Zerstörung« bedarf (nach Schumpeter, J. A. 1993, S. 139). Schöpferische Zerstörung blieb in der Veranstaltung zunächst einmal Gedankenspiel: Jürgen Wolf fand nach eigenem Bekunden viele interessante, anregende Gedanken. Auch wenn nicht jeder verwirklichbar ist, manches gar – noch(?) – utopisch anmutet, nahm er Ergebnisse und Ideen doch sichtlich wohlwollend auf und Manches, in Gestalt von Notizen, auch mit.

Wir freuen uns schon heute auf künftige lehrreiche EINblicke in die Praxis der Centrum Galerie Dresden in der Regie von Prof. Dr. C. Nicolaus und unter der Schirmherrschaft von Jürgen Wolf.

Hier haben unsere Studierenden ihre Abschlussveranstaltung gehalten:

https://www.thestudenthotel.com/dresden/de/work-meet/

Und hier hat der Kurs geforscht

https://centrum-galerie-dresden.klepierre.de/

Studierendenvortrag (c) StA Dresden
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